Das Wissensportal für IT-Professionals. Entdecke die Tiefe und Breite unseres IT-Contents in exklusiven Themenchannels und Magazinmarken.

heise conferences gmbh

(vormals SIGS DATACOM GmbH)

Lindlaustraße 2c, 53842 Troisdorf

Tel: +49 (0)511/5352-100

service-sigs@heise.de

Wahrscheinlich produktiv: Wie Java lernen muss, mit KI-Systemen zu leben

Es gibt Sätze, die altern schlecht. Einer davon ist: „Wir bauen da einfach mal KI ein.“ Der Satz fällt gern in Meetings, als hätte man gerade das Rad, den Verbrennungsmotor und die digitale Transformation gleichzeitig erfunden. Meist fällt er, kurz nachdem irgendjemand einen Chatbot gesehen hat, der halbwegs brauchbar eine Rechnung zusammenfassen oder einen FAQ-Text formulieren konnte. Dann leuchten Augen, die PowerPoint wird mutig, und irgendwo in der Ecke denkt ein Java-Entwickler still vor sich hin: Das endet nicht gut.

Und wissen Sie was? Dieser Entwickler hat meistens recht. Nicht, weil KI in Unternehmen grundsätzlich nicht funktioniert. Sondern weil die erste Reaktion vieler Organisationen exakt dieselbe ist wie bei jeder Technologiewelle zuvor: Man verwechselt einen API-Aufruf mit einer Architektur.

Am Anfang steht die Vorstellung, man könne einfach openAiClient.chat("Summarize invoice") aufrufen und damit sei das Thema erledigt. Dann kommt die Ernüchterung: keine Struktur, keine Kontrolle, keine …