Wer bestimmt eigentlich noch über Qualität, wenn Agenten den Code schreiben? Richard Seidl spricht mit Benedikt Stemmildt darüber, wie sich Softwareentwicklung verändert, wenn KI-Agenten nicht nur Code produzieren, sondern durch Hooks, Regeln und automatische Retrospektiven auch selbst am System arbeiten. Benedikt erklärt, warum er weniger Reviews macht als früher und stattdessen Feedbackschleifen baut, die Accessibility, Performance und Architektur direkt während der Entwicklung prüfen. Die beiden gehen der Frage nach, was nicht-deterministisches Verhalten von Modellen nicht nur kostet, sondern auch bringt, und warum Codex manchmal genau der richtige Reviewer für Claude-Code ist. Am Ende steht eine klare Verschiebung: weg vom Arbeiten im System, hin zum Gestalten des Systems selbst.
Highlights:
- Wer am System arbeitet statt im System, gibt Agenten Regeln, Hooks und Skills mit auf den Weg, statt jeden generierten Code manuell zu reviewen.
- Agent-Hooks feuern deterministisch bei bestimmten Events, zum Beispiel nach jeder Frontend-Änderung ein Accessibility-Check, sodass der Agent sofortiges Feedback bekommt, bevor er weitermacht.
- Nicht-Determinismus in KI-Agenten ist kein reines Risiko: Ein Modell erkennt flaky Tests als Symptom, wo ein deterministischer Test nur "rot" meldet.
- Zwei Modelle gegeneinander zu nutzen, etwa Claude als Implementierer und Codex als detailgetreuen Reviewer, ergibt qualitativ mehr als jedes Modell allein.
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