Vor einem Jahr war noch die Frage, ob KI-Agenten überhaupt testen können. Die ist durch. [CHECK: einzige persönliche Einordnung, die beiden folgenden Sätze sind streichbar] Ich hatte damals an dieser Stelle geschrieben, dass die Ernüchterung bei Agentic AI noch kommt. Sie ist gekommen, und sie hat dem Thema gutgetan. Wer heute Demos sieht, merkt: Wir sind beim Wieviel. Wieviel Autonomie verträgt eine Testsuite? Und wer prüft eigentlich das Urteil des Agenten? Mehrere Einreichungen zu diesem Heft kreisten unabhängig voneinander um genau diese Vertrauensfrage.
Davon handelt die Ausgabe des German Testing Magazins 2/26.
Christoph Menke steckt den Rahmen ab, jenseits der Testpyramide, mit sechs Prüfarten für KI-Komponenten, Testfällen ohne Soll und Testergebnissen als Beobachtung statt Eigenschaft. Jonas Menesklou fragt bei agentenbasierten UI-Tests, ob der Weg deterministisch sein muss oder das Ergebnis.
Wie viel Autonomie verträgt eine Testsuite? Luca Ortiz antwortet aus einem Review-Agenten-Workflow, seit sechs Monaten produktiv, rund 140 User-Storys, eine Stelle bewusst nicht autonom. Rudolf Grötz und Zlatko Pernar beschreiben den Umbau des Softwaretests in einer Bank, vom Testplan zum Agentic Testing. Jakub Kratochvil schaut auf die Organisation. Der Agent war fertig, sie nicht. Dazu kommen Beiträge zu agentischer Frontend-QA mit Coding Agent und Playwright, samt gemessener Kosten, zu Code-Signalen als Navigationshilfe für Agenten und zu selbstheilenden Tests auf einer Konzern-Oberfläche. Und drei weitere zu Rechten und kontrollierten Aktionen, zu Quality Gates mit Human-in-the-Loop und zu Trefferquotenagentischer Testausführung.
Genug zu prüfen also. Inklusive der Prüfer 😃
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Viel Spaß beim Lesen,
Richie